Freitag, 17. Oktober 2014

Liebster Award - Mal kein post über Bergabenteuer

Zugegebenermaßen kostete mich dieser post eine ziemliche Überwindung. Ich habe ein klares Konzept. Ich poste hier eigentlich grundsätzlich nur über meine alpinen und nicht alpinen Erlebnisse.
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Liebster Award
Da diese Erlebnisse natürlich zeit- und wetterabhängig sind, gibt es bei mir auch keine regelmäßigen posts. Ich aktualisiere meine älteren Beiträge, wenn ich aktuelle Informationen zum Beispiel über Verhältnisse und Zustände von Klettersteigen habe. Neue Beiträge gibt es halt nur nach Aktivität. Das ärgert mich sehr, aber von meinem Konzept mag ich auch nicht abweichen.

Nun bin ich von Christine Hutterer und ihrem blog Ist das jetzt Urlaub? nominiert worden.
Vielen Dank, liebe Christine! :-)

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschieden, ausnahmsweise und hoffentlich auch einmalig von meinem Konzept abzuweichen, da ich den liebster award auch für eine coole Sache halte.



Hier nun die Fragen an mich von Christine:



Samstag, 19. Juli 2014

Absamer Klettersteig (C) Zweitbegehung zur Bettelwurfhütte

Der Absamer Klettersteig ist eigentlich nicht für Anfänger geeignet. Er ist zwar nicht schwer, aber dafür sehr, sehr lang und hat auch alpinen Charakter.
Ich bin ihn ja bereits gegangen und habe zuvor schon über den Absamer berichtet, siehe hier:
Absamer Klettersteig im September 2013

So einen Steig gehe ich normalerweise nicht mit Anfängern. Die eigentliche Zielgruppe bestand allerdings vorwiegend aus sportlichen Bundeswehroffizieren und ich hatte keinen Zweifel, dass es eine machbare Geschichte werden würde. Wenn nach dem Absamer Klettersteig noch Kraft gewesen wäre, hätten wir vielleicht auch noch die Bettelwurfüberschreitung gemacht. Aber alles kam ein wenig anders...

Los ging es dann nur noch mit Heiko und Alessa. Von Haar aus fuhren wir Richtung Absam. Am Wanderparkplatz in Absam angekommen nutzten wir auch dieses Mal ein Taxi, um uns den Asphaltweg bis zur 2. Ladehütte zu sparen. 
Auch um Zeit zu sparen. Aber daraus wurde nichts. Am Anseilplatz stellte Heiko fest, dass er sein Klettersteigset im Auto vergessen hat. Ich hab überlegt, ihm meins zu geben und selber ohne zu gehen. Zwar kenne ich den Klettersteig und trau mir das auch zu, dennoch war mir nicht wohl bei der Überlegung. Aber Heiko meinte nur, er wäre in einer Stunde wieder da.
So musste Heiko dann leider vorher noch einen trailrun zurück zum Auto machen. Nach knapp 50 Minuten kam er zurück und nach einer kleinen Pause konnte es dann endlich losgehen.

Die Schlüsselstelle, eine ca. 15m Wand mit durchgehendem Schwierigkeitsgrad C kommt recht früh. Dort musste ich dann auch sehr früh feststellen, dass die Bettelwurfüberschreitung keine Option mehr ist. Alessa hatte dort Schwierigkeiten und ich musste nachsichern. Nachdem sie die doch recht schwere Stelle gemeistert hatte, dachte ich eigentlich, dass wir dort abbrechen. Aber sie wollte es nochmal versuchen und wir gingen weiter und es machte wieder allen Spaß.

Trotzdem, der Klettersteig ist halt sehr lang und südseitig. Es war sehr warm und auch das zehrt an der körperlichen Verfassung. Mindestens 2l Wasser pro Person war meine Forderung. Aber auch die reichten nicht. Endlich am Ausstieg angekommen war es noch eine gute Stunde in steilem Gelände zur Bettelwurfhütte. Und es zog sich ziemlich durch die Latschenkieferfelder.
Äußerlich habe ich versucht, die Ruhe zu bewahren. Innerlich jedoch habe ich Blut und Wasser geschwitzt.

Hier die Bilder:

Blick auf Absam in Tirol
Blick auf Absam



Sonntag, 22. Juni 2014

Lärcheck (III- UIAA) mit ungewolltem Ausgang

Auf ging es mit Christine und Peter nach Griesenau zum Lärcheck oder auch Lärchegg im Kaisergebirge

Es war eine relativ spontan geplante Tour. Vorweg muss ich zu meiner Schande gestehen, dass am Abend zuvor das WM Spiel USA gegen Deutschland stattfand und ich als Fußballverrückter meine Prioritäten entgegen der Sicherheit am Berg diesem Spiel widmete. So habe ich einfach meinen Rucksack gepackt und die Tourenbeschreibung auch nur eher halbherzig überflogen. Meine Erfahrungen mit Touren dieser Art sind eher gering, somit war ich nicht Seilerster. Aber normalerweise denke ich trotzdem für den Erfahreneren mit, was ich dieses Mal nicht getan habe. Naja, egal, es ist nun mal passiert und es ging gottseidank glimpflich aus:

Wir sind 1000 Hm den schweren Wanderweg, in anfänglichen Teilen drahtseilversichert aufgestiegen. Maßgeblich war die Tourenbeschreibung aus dem Buch "Münchner Bergtouren im II. Grad", die wir auch ausgedruckt bei uns führten.

Lärcheck Lärchegg Wilder Kaiser Kaisergebirge
Blick in einen Teil des Kaisergebirges




Sonntag, 1. Juni 2014

Tegelberg Klettersteig (C) und Fingersteig (D)

Eine Tour mit Andrea, Julia, Martin und Micha. Nach langer Zeit endlich mal wieder :-)

Wir fuhren gegen 8.30 Uhr ab München los. Da Julia und Micha von Sauerlach aus losgefahren sind, wollten wir uns in Wolfratshausen zur Weiterfahrt treffen. Ging schief, netterweise ist dort an der Autobahnabfahrt ne Sperrung. Letztendlich fanden wir uns dann in Seeshaupt zusammen, um von dort nur mit einem Auto weiterzufahren.

Wir kamen dann aber auch relativ zügig an der Talstation und Parkplatz von der Tegelbergbahn an und machten uns zu Fuß auf dem Weg zum Tegelbergklettersteig:

Blick auf den Tegelberg
Blick auf den Tegelberg



Donnerstag, 22. Mai 2014

Hackenköpfe Überschreitung (II UIAA)

Das Bergwetter war fast die gesamte Woche super. Also musste ich unbedingt was machen. So begab ich mich bei mountix und dem schwarzen Brett des Alpenvereins auf Tourenpartnersuche. Ich habe dann recht schnell Antwort von Peter bekommen, der die Überschreitung der Hackenköpfe geplant hatte. Und er nahm auch noch Thomas mit ins Boot.

Die Überschreitung der Hackenköpfe ist eine sehr lange und nicht einfache Bergtour mit leichten Kraxeleien bis zum II. Grad (2 Stellen). Bevor die eigentliche Tour am Scheffauer Sattel startet, sind 1200 Höhenmeter zu überwinden. Dann beginnt der ca. 4 km lange Grat, insgesamt hat die Tour eine Gesamtstrecke von knapp 13 km.

So ging es dann von München aus nach Scheffau am Wilden Kaiser. Startpunkt war an einem gebührenpflichtigen Parkplatz in der Nähe eines Gasthofes und mir machten uns Richtung Scheffauer auf den Weg:

Zustieg zu den Hackenköpfen
Zustieg zu den Hackenköpfen

Blick auf die Hackenköpfe und Scheffauer
Blick auf die Hackenköpfe und Scheffauer